Meine Philosophie
Diesen Artikel habe ich im Jahre 2003 verfasst.
Eigentlich aktualisiere ich meine Webseiten ständig, damit sie auf dem neuestem Stand sind. Allerdings möchte ich diese Beitrag in der ursprünglichen Version belassen, damit man sehen kann, dass gewisse Dinge vorhersehbar sind, sie aber erst geändert werden wenn sich daraus wirtschaftliche Folgen ergeben.
Nicht die Natur sollte dem Menschen angepassst werden,
Denn die Natur kommt ohne den Menschen aus, aber nicht umgekehrt!
Sind unsere Kulturpflanzen krank?
Ein Mensch der ohne Medikamente den Einflüssen der Natur nicht standhalten würde,
gesunder Boden
Die Natur mit seinen Pflanzen und Lebewesen ist ohne zutun des Menschen entstanden. Die Natur weiss selbst was für sie am besten ist, welche Pflanzen am besten an ihren Standort angepasst und somit die Gesündesten, die Stärksten sind. Man müsste sie nur machen lassen. Deswegen wäre die beste Art der Landwirtschaft die, wenn man versuchen würde, die Natur in keiner Weise zu beeinflussen, zu verändern oder zu lenken. Das würde heissen: Keine Bodenbearbeitung, keine unnatürliche Aussaat, keine Züchtung von Pflanzen durch den Menschen. Sondern nur natürliche Selektion, keine Spritzmittel oder Kunstdünger - man müsset die Natur so nehmen wie sie ist. Dies wäre die Idealvorstellung einer natürlichen und naturverbundenen Lebensweise. Das geht aber nicht mehr, denn die menschliche Entwicklung hat sich schon zu weit von diesem Ursprünglichem entfernt. Aber auch ich selbst möchte nicht mehr dorthin zurück. Ich habe diese Ansicht aufgeführt, um sie als Denkanstoss zu verwenden. Die Menschheit sollte einfach versuchen dieser Vorstellung nur ein kleinwenig näher zu kommen. Man sollte nicht mehr in dem Masse wie jetzt versuchen, der Natur unseren Willen aufzudrängen, sondern wieder etwas mehr auf unser Gefühl hören, und die Natur wieder etwas natürlicher sein lassen.
Aus diesen Aussagen kann man schon ersehen, welche Grundeinstellung ich vom Leben und der Landwirtschaft habe. Das soll aber auch nicht bedeuten, dass ich alles moderne und jede nützliche Technik verabscheue. Im Gegenteil, ich bin an "der Technik" sehr interessiert, gönne mir auch viel, was das Leben einfacher und angenehmer macht. Die sogenannte Technik sollte aber dem einzelnen Menschen nützlich sein, und nicht nur ein paar wenigen, die damit Geld verdienen, weil sie mir suggerieren, das sei essenziell. Aber vor allem sollte man vor der Einführung einer neuen "Technik" die langfristigen Auswirkungen und Folgen auf Mensch und Natur kennen. Es ist schon zu oft vorgekommen, dass sich nach der Einführung herausstellte: Das ist nicht gut, oder schlimmer, es ist sogar gesundheitsschädlich. Man denke dabei nur an die Dacheindeckung die auf einmal gesundheitsschädlich war, weil sie Asbestfasern enthielt. Derjenige Landwirt, der immer noch solche auf seinen Dächern hat, hat jetzt ein Problem: Er muss beim Erneuern der Dacheindeckung die Entsorgung teuer bezahlen. Oder wie war es mit Formaldehyd im Wohnbereich? Oder wie ist es mit dem immer noch ungelösten Problem der Atommüllendlagerung? Das wird wahrscheinlich ein Problem unserer Nachkommen werden. DDT und Atrazin: Es wurde in der Landwirtschaft angewendet weil man dachte, dass es keinen schädlichen Einfluss auf die Umwelt, oder gar die menschliche Gesundheit hat. Das war aber leider völlig falsch, es stellte sich heraus, dass man mal wieder etwas auf den Markt gebracht hat, das zu wenig erforscht und getestet war - der grosse Test am Kunden, wie man so schön sagt. Hätte man umgekehrt gehandelt, und hätte das sogenannten "Pflanzenschutzmittel" erst zugelassen, als es einwandfrei bewiesen gewesen wäre, dass das Mittel nicht schädlich ist, wäre die Natur nicht nachhaltig geschädigt worden. So wurde es zugelassen, weil es nicht bewiesen war, dass es schädlich ist.
Die grösste Erfindung der Neuzeit: Der Verbraucher - Vom Bürger zum reinen KonsumentenIch habe das Gefühl, man wird zu einem Muster-Ottonormalverbraucher erzogen, der zur Arbeit geht, einen Grossteil seines Geldes für Dinge ausgibt, die ihm als modern, unbedenklich und lebensnotwendig suggeriert werden.
Es gibt Menschen die können mit dem Begriff "der Saison" nichts mehr anfangen. Sie denken die Äpfel werden das ganze Jahr über geerntet, Orangen gibt es nur im Winter weil im Sommer keine Nachfrage besteht und verstehen nicht, wieso man zu Weihnachten keine deutschen Erdbeeren kaufen kann. Auch aus dem Weinskandal aus den 80ern hat der Verbraucher nicht gelernt, dass man eine hochwertige Spätlese nicht für 2,99 DM kaufen kann. Oder der BSE-Skandal, oder der Antibiotika-Skandal in der Schweinehaltung. Oder der Fleischskandal 2005, wo minderwertiges Fleisch und Schlachtabfälle für die Wurstherstellung verwendet wurden, um den Profit zu erhöhen.
Lebensmittel - Mittel zum Leben. Einen dem entsprechenden Stellenwert sollten die Lebensmittel in unserem Leben haben.Wenn mich jemand fragt, wieso ich mich nur von Bio-Lebensmitteln ernähre, dann frage ich ihn:"Auf welche Dinge kannst du in deinem Leben nicht verzichten?" Da wird dann vieles genannt, nur nicht das wichtigste: Luft, Wasser, Nahrung. Wieso soll ich an den wichtigsten Dingen sparen und ein Risiko eingehen, wenn sie doch unentbehrlich für mein Leben sind. Jeder weiss doch: Alles braucht eine gute Grundlage, so wie ein Haus ein ordentliches Fundament braucht. Meine Vorstellung ist es, den Verbraucher wieder näher zum Erzeuger zu bringen und, dass er wieder mehr Bezug zu seiner Umwelt, und vor allem zu den Lebensmitteln, erhält.
Es sagte einmal eine Person zu mir:"Auto, Kleidung, Urlaub - das muss vom Feinsten sein, das Essen aber hab ich im Bauch, da sieht es keiner, da nehme ich nur das Billigste."
Quantität statt Qualität, billig statt hochwertig und langlebigEin Spruch besagt: "Ich bin arm, ich kann mir nichts Billiges leisten".Was helfen mir Dinge, (ich denke da an Elektrogeräte, oder auch Kleidung: Einen Sommer getragen und dann zum Müll) die nur kurze Zeit ihren Dienst tun, und dann zum Müll wandern. Da gebe ich lieber etwas mehr aus, und die Dinge begleiten mich Jahre, und ich habe viel Freude damit. Gerade bei Elektroartikeln kann ich mittlerweile fast nicht mehr zwischen billig und qualitativ Hochwertig unterscheiden.
Bei elektronischen Artikeln, die als Massenware produziert werden, werden mindestens die Einzelkomponeten im Ausland produziert, wenn nicht gar das ganze Produkt. Dadurch haben deutsche Unternehmen in diesem Bereich keine Chance mehr auf dem Markt, sie müssen die Produktion ins Ausland verlagern, oder gar einstellen. Dadurch gehen Arbeitsplätz verloren, die Beiträge für die Arbeitslosenversicherung steigen, die Kaufkraft eines Arbeitslosen ist natürlich geringer und somit hat der Kreislauf begonnen.
Vor 10 Jahren hat man Leute als Spinner bezeichnet, die sagten, dass die Wetterextreme auf die Klimaveränderung durch Umweltverschmutzung zurück zu führen sind. Heute spricht man sogar schon in den öffentlich-rechtlichen Medien darüber, und es wird nicht mehr geleugnet, dass das eine Auswirkung der zunehmenden Umweltverschmutzung ist. Vor 20 Jahren sprach noch fast keiner öffentlich darüber, dass Erdöl endlich ist, heute diskutiert man darüber wie lange es noch reichen wird.
Wenn ein Land seine Energie selbst erzeugtDas heisst, dass man sich dadurch wieder mehr unabhängiger von internationalen "Ereignissen" machen könnte, und es die nationale Lage stabilisieren würde. Wenn man seine Energie selbst erzeugt, gelangt der Verbraucher wieder näher an die "Basis": Das Geld bleibt im Lande (Wirtschaftswachstum / Geldkreislauf), kleine soziale Strukturen werden dort gefördert, wo der Verbraucher lebt und arbeitet, der Wohlstand im eigenem Lande wird dadurch gefördert, und die Ausbeutung der Natur wird gestoppt, für deren Reparatur der einzelne Verbraucher wieder indirekt mit seinen Steuerzahlungen aufkommt.
Wann amortisiert sich eine umweltfreundliche Energierzeugung?Meine Gegenfrage: Wann amortisiert sich ein Handy, wann die Alufelgen vom Auto, das Snowboard, der Traumurlaub in der Südsee oder gar der neueste Computer?Da wird nicht über eine Amortisationszeit gesprochen, da rechnet man nicht mit einer jährlichen Rendite, wieso aber so genau bei einer umweltfreundlichen Energieerzeugung? Obwohl sie unsere Umwelt schützt und somit eine Zukunft für unsere (eigenen) Nachkommen erhält, oder sogar schafft, wird hier auf Heller und Pfennig kalkuliert, ob sich diese umweltfreundliche Form der Energieerzeugung auch wirklich finanziell lohnt.
Noch ein paar Gedanken von mir zum Thema Landwirtschaft:Die hohe Kunst des Ackerbaus: Kunst heisst hier, seinen Boden genau zu kennen, und die Technik dem Boden und seinem Leben, den Pflanzen und dem Klima anpassen zu können. Um so das Bodenleben möglichst wenig zu beeinträchtigen, oder gar zu schädigen, sondern zu fördern und zu mehren, wodurch wiederum die natürliche Fruchtbarkeit und die Pflanzengesundheit erhöht wird.Ein Lehrer der Landwirtschaftsschule sagte einmal zu mir:"Durch denken bekommt man alles raus". Ich habe diesen Satz gehasst, muss jetzt aber zugeben, er hatte absolut Recht. Das trifft aber nicht nur auf das Thema Ackerbau zu, sondern auch in vielen anderen Bereichen des Lebens. Man muss sich nur von den alten, festgefahrenen Anschauungen lösen können. Kein Handeln und Tun sollte gedankenlos erfolgen, denn gerade beim Ackerbau gilt: Die Natur ist der beste Lehrmeister ist! Die Natur duldet keine Monokultur, sie würde sich dadurch selbst zerstören. Denn dadurch könnte sich eine Pflanzenart oder eine Spezie ausbreiten, und alle anderen verdrängen. Sie versucht mit allen Mitteln diese Monokultur zu beseitigen, und wieder eine gesunde Mischkultur entstehen zu lassen (Stichwort Unkräuter und Ungräser im Getreide, die wiederum standorttypisch sind). Die Natur braucht keine Hilfe, wenn etwas krank wird, ist es gut so, denn es ist dann den Standortbedingungen oder dem Klima nicht gewachsen, dann hat man etwas falsch gemacht, und sich zu weit von den natürlichen Ansprüchen der Pflanze entfernt.
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